Supervision
Supervision kann immer dann eingesetzt werden, wenn Sie sich, meist im beruflichen
Alltag unwohl fühlen, z. B:
- Im ganz normalen Arbeitsalltag, fühlen Sie sich immer wieder
übergangen/funktionieren Sie manchmal nicht mehr/geraten Sie mit einer bestimmten
Kollegin immer wieder aneinander/. . .
- Sie haben einen Schüler, dessen Verhalten Sie, immer wieder, zur „Weißglut“
bringt/sehr traurig macht/abstößt/hilflos empfinden lässt ...
- Wenn Ihr Chef Sie anspricht, sind Sie gehemmt/fangen Sie an zu schwitzen/vergessen
Sie jedes Mal ihre eigenen Belange anzusprechen/ ...
- Sie arbeiten im Team, aber seit Sie einen Fehler gemacht haben/eine neue Kollegin im
Team ist/ein Streit geherrscht hat, sind sie sehr still/macht Ihnen die Arbeit keinen Spaß
mehr/herrscht eine eisige Stimmung/machen Sie Fehler …
- Sie fühlen sich überfordert, müssen aber immer weiter funktionieren, manchmal bis Sie
krank/ungerecht/ungenießbar werden.
Bei einer Supervision, wird nachgeforscht, was der Auslöser der/s meist unangenehmen
Befindlichkeit/Gefühle/Verhaltens ist. Anschließend wird herausgefunden und bewusst
gemacht, auf welche Ursache oder „Schlüsselszene“, der Auslöser gründet, sodass es
Ihnen möglich wird, bei erneutem Auftreten der Auslöser, ganz bei sich zu bleiben, sich
weiterhin gut zu fühlen und angemessen für sich und Andere zu handeln.
Es gibt unterschiedliche Supervisionsarten, die hier beschriebene, ist die
psychodramatische Supervision, für eine Einzelperson:
Sagen wir, sie sind Lehrerin/Sozialpädagoge/Elternteil und ein Ihnen
anvertrauter Mensch bringt ihre Gefühlswelt jedes Mal sehr ins Wanken.
Sie können an dieser Stelle sauer/traurig/wütend/… sein und den Auslöser für ihre
Gefühlswelt im Außen suchen. Leider ändert das meist gar nichts.
Sie können sich aber auch zukünftige, ähnliche Situationen wesentlich leichter machen,
indem Sie sich für eine Supervisionsstunde entscheiden.
Sie stellen eine auslösende Situation dar.
Sie stellen vielleicht eine Szene dar, in der das von Ihnen zu betreuende Kind
Sie zur Weißglut bringt, die dazugehörige Vorgeschichte, was gesagt, wie
geguckt/sich verhalten wurde, etc.
Durch Einnehmen der einzelnen Rollen sowie Bewusstmachen und Hinterfragen der
jeweiligen Handlungs- und Betrachtungsweisen, wird mehr Licht in die Situation
gebracht. Das führt meist zu einigen Aha-Erlebnissen und auch zu Gefühlen, die ihnen in
solchen Situationen bekannt sind.
Sagen wir, das Kind war „bockig“ und nicht mehr zugänglich. Es schmeißt sich
hin, tritt um sich, reißt Sachen herunter und schreit nervtötend.
Es kann sein, dass Sie sich, in der Rolle des Kindes, erinnern, wie Sie selbst sich
einmal so verhalten haben und was dazu geführt hat.
Es kann auch sein, dass Sie, in Ihrer eigenen Rolle merken, dass Sie am liebsten
wütend zugeschlagen hätten und sich dadurch plötzlich daran erinnern, dass sie
selbst einmal, in ähnlicher Situation, geschlagen wurden…
Durch Erinnern der Schlüsselszene wird Ihnen klar, warum Sie so und nicht anders auf
bestimmte Menschen/Situationen, reagieren. Sie können jetzt, durch die „aufgetauchte“
Erinnerung unterscheiden, zwischen der Schlüsselszene, in der Sie vielleicht sogar hilf und
machtlos waren und der heutigen Situation.
Letztendlich kann es wichtig sein, auch die Schlüsselszene näher zu „durchleuchten“, um
in der Gegenwart anders handeln/sich fühlen zu können.
Oft reicht die Erinnerung an die Schlüsselszene und das Bewusstmachen, dass
die heutige Auslöserszene, eine ganz andere ist, um zukünftige ähnliche
Szenarien, mit mehr Abstand zu betrachten und ganz anders zu erleben.
Die psychodramatische Supervision macht, selbst in festgefahrenen Situationen,
Veränderung möglich. Die Lösung offenbart sich meist schon, mit einem Termin.
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