The Work of Byron Katie
Byron Katie wuchs in Südkalifornien auf. Seit der Mitte der 70er-Jahre litt sie an schweren psychischen Problemen und war in therapeutischer Behandlung. Ab 1986 entwickelte sie The Work, eine Methode die davon ausgeht, dass wir leiden, wenn wir einen stressbehafteten Gedanken glauben, und dass wir nicht leiden, wenn wir diesen Gedanken hinterfragen. Byron Katie vermittelt ihre Methode auf Vortrags- und Workshop-Reisen in vielen Ländern, unter anderem im deutschsprachigen Raum.
Sie ist mit dem Autor und Übersetzer Stephen Mitchell verheiratet und lebt in Ojai, Kalifornien.
The Work
The Work of Byron Katie oder kurz The Work ist eine Methode, die eigenen leidbringenden Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen. Auf Grund von Vorgängen, wie sie auch aus dem NLP bekannt sind, findet eine Veränderung der Gehirnaktivität statt. The Work wird schriftlich und entweder allein oder mit einem Partner durchgeführt. Zunächst werden, oft mit Hilfe eines speziellen Arbeitsblattes, ein oder mehrere Gedanken aufgeschrieben, die Stress verursachen. Dann wird dieser Gedanke mit vier Fragen untersucht:
1. Ist das wahr?
2. Können Sie mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
3. Wie reagieren Sie, wenn Sie diesen Gedanken glauben?
4. Wer wären Sie ohne diesen Gedanken?
Manchmal werden auch weitere detaillierte Unterfragen für die Untersuchung benutzt. Dann folgt die Umkehrung der Formulierungen. Der Stress verursachende Gedanke wird
1. zu sich selbst
2. zum anderen
3. in sein Gegenteil umgedreht.
Er sollte mir besser zuhören. wird beispielsweise zu:
1. „Ich sollte mir selbst besser zuhören.“
2. „Ich sollte ihm besser zuhören.“
3. „Er sollte mir nicht besser zuhören.“
Für jede der Umkehrungen sollen mindestens drei Beispiele gefunden werden, warum sie genauso wahr oder wahrer ist als der ursprüngliche Gedanke. Beispiele:
„Ich sollte mir selbst besser zuhören“
- Ich habe gespürt, dass ich mir mehr Zeit für mich hätte nehmen wollen, habe dies aber nicht getan.
- Ich habe meine Wünsche nicht klar ausgedrückt, habe also mir selbst nicht so zugehört, dass ich es gut weitergeben konnte.
- Ich habe schon lange gedacht, dass ich mehr Sport (oder Yoga, Meditation, usw.) machen wollte, habe dies aber nicht umgesetzt.
„Ich sollte ihm besser zuhören“
- Ich bin sofort ärgerlich geworden und habe ihm gar nicht mehr richtig zugehört.
- Es fühlt sich für mich besser an, ihm zuzuhören als zu verlangen, dass er mir zuhört. Ich kann damit beginnen, was ich von ihm will.
- Wenn ich ihm wortwörtlich zugehört hätte, dann hätte ich ihm auch klar und ohne Stress antworten können. Ich habe aber mehr meinen Gedanken darüber "zugehört", was er gesagt hat, als dem, was er tatsächlich gesagt hat.
„Er sollte mir nicht besser zuhören“
- Niemand kann jemandem besser zuhören, als er es getan hat. Er sollte mir besser zuhören ist nicht möglich, selbst wenn alle meine Freunde mir recht geben würden.
- Ich kann ihm nicht besser zuhören, als ich es tue, also kann er es auch nicht.
- Es bringt mehr Frieden in mein Leben, wenn ich aufhöre, etwas von ihm zu fordern, was er nicht erfüllen kann (er kann ja nicht besser zuhören, als er es tut).
Quelle: Wikipedia
von: LADEVA verfasst am: 25.01.2010
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