Clustermedizin Teil 2

by_viviennefranz_blume10_400_01Die Informationsmedizin des
21. Jahrhunderts


Wie wir im Teil 1 gesehen haben, wird die Medizin der Gegenwart mit immer grösser werdenden Problemen konfrontiert. Die Kenntnisse von biologischen Abläufen werden immer umfangreicher. Für komplexe Krankheiten lassen sich keine einfachen Ursachen finden. Wir sollten verstehen, wie vernetzt miteinander Zellen, Gewebe, Organe und der Gesamtorganismus sind. Eine Krankheit isoliert zu betrachten, den Organismus als ganzes außer acht zu lassen, ist so, als könnte man einen Wassertropfen untersuchen, um das Verhalten einer Regenwolke zu verstehen. Aus der Sicht der Clustermedizin ist es zu der Beurteilung eines Krankheitsgeschehen ganz wichtig, so viel wie möglich über die Gesamtsituation eines Menschen zu erfassen.

Wann entsteht z.B. eine Allergie? Erst dann, wenn der Heuschnupfen mit dem ersten Nieser auftritt? Oder schon lange vorher? Wenn wir den Krankheitsverlauf mit einem überlaufenden Fass vergleichen, dann  läuft bei einem Pollenallergiker dieses Fass über, wenn er in Kontakt mit Blütenpollen kommt. Das ist aber nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Man könnte nun versuchen, den Pollen zu entkommen oder die Allergiesymptome zu unterdrücken, dann würde das Fass nicht mehr überlaufen. Bis zum nächsten Jahr wäre Ruhe. Oder bis zum nächsten Allergieauslöser. Was ist aber mit dem vollen Fass und all dem, was es bereits bis an den Rand gefüllt hat? Genau das will eine Cluster-Analyse erfassen: all das, was sich bereits in dem Fass befindet

Krankheiten entstehen immer nach einem ähnlichen Schema. Um einen Krankheitsprozess zu verstehen, muss die Gesamtheit der Dinge betrachtet werden, die einen Menschen beeinflussen. Dazu gehören:

Im Teil 1 dieser Artikelserie tauchte ein erschöpfter, chronisch erkrankter Patient mit wenig Hoffnung auf Gesundung auf. Wenn wir ihm nun helfen wollen, müssen wir seine Lebensumstände wie oben aufgeführt erfassen. Wir müssen erfahren, wie er mit diesem „vollen Fass“ aller Einflüsse umgeht,  die sein Leben bestimmen. Um überleben zu können, passen er sich den äusseren Gegebenheiten an  - oder er scheitert an ihnen. Diese Anpassung an die verschiedensten Einflüsse erfordert aber Mobilität und Reaktionsfähigkeit von seinem vom Organismus, die er vielleicht nicht mehr hat. Sind diese Fähigkeiten gestört,  erfolgt eine  Fehlanpassung, die zu Stoffwechselstörungen und später zu weiteren Blockaden führt. Das Resultat bezeichnen wir dann als Krankheit, die das Leben einschränkt oder bedroht.
 
Die Clustermedizin will daher seine Störung so genau und umfangreich wie möglich erfassen. Die Auslöser sowie die Gründe einer gestörten Anpassungsfähigkeit im Sinne der obigen Beschreibung müssen also möglichst genau dargestellt werden, und zwar vor dem Hintergrund der individuellen Geschichte sowie den denkbaren Vernetzungen. Genau diese Hintergründe transparent zu machen, ist die Absicht der CM. Das Ziel ist es, die fehlerhafte Anpassung zu beseitigen. Ist das geschehen, kann der Patient durch eine gezielte Mobilisierung seiner Selbstheilungskräfte wieder gesunden.  Wie sich der Genesungsprozess im einzelnen abspielen kann, wird später in Teil 3 unter dem Stichwort „Rekursion“ beschrieben.

Im ersten Teil wurde schon kurz auf das Untersuchungsverfahren der Clustermedizin eingegangen. Da alle Menschen verschieden sind, beginnt eine Clusterbehandlung immer mit einem Test, der erst einmal die optimale Untersuchungsmethode herausfinden will. Das ist der sogenannte Eidaltest, der sich bei Kleinkindern oder Sehbehinderten auch durch eine Speichelanalyse ersetzen lässt. Dazu werden dem Probanden 21 Tafeln vorgelegt, auf denen circa 1500 graphische Formen, z.B. Kreise, Punkte, Linien abgebildet sind. Zu jeder Tafel wird ein provokativer Satz gesagt, beispielsweise: „Ich bin krank.“ Bestimmte Worte erzeugen nun in einem Menschen bestimmte Reaktionen in Form von Gedanken, Erinnerungen, Sympathien oder Antipathien. Manchmal gibt es auch körperliche Reaktionen wie Pulsbeschleunigung oder Pupillenerweiterung. Diese Reaktionen geschehen aufgrund neurologischer Vorgänge im Gehirn, und diese sind wiederum abhängig von der individuellen neuronalen Vernetzung bzw. der Denkmuster des Patienten. Ordnet man nun solche Reaktionsmuster graphischen Formen zu, können sie lesbar und vergleichbar gemacht werden. Der Vergleich findet dann im Clusterlabor statt, und als Resultat erfährt der Behandler, welche Körpersubstanz untersucht werden sollte. Dieses Verfahren wird per Fax oder Datenfernübertragung innerhalb weniger Minuten durchgeführt, damit die Weiterbearbeitung in der Praxis zügig erfolgen kann. Als nächster Schritt wird die geforderte Körpersubstanz gewonnen, Das könnten 15 verschiedene Materialien sein: Blut, Stuhl, Urin, Haut, Haare, Speichel, Nasensekret, Ohrenschmalz und vieles andere mehr. Wertvolle diagnostische Hinweise werden auch aus Fingerabdrücken, Porträtfotos oder Schriftproben gewonnen. Im Clusterlabor werden die Substanzen dann mittels des sogenannten Kristallisationsverfahrens untersucht.    

Die Patientensubstanzen werden zunächst in einem aufwendigen Verfahren destilliert und die darin enthaltene Information auf Wasserdampf übertragen. Das destillierte Wasser wird dann mit einer definierten Salzlösung versetzt und auf einen Objektträger aufgetragen. Ist das Wasser verdunstet, bleibt das sogenannte Kristallisat übrig. Somit ist die ursprüngliche Information aus der Körpersubstanz auf das  Kristallisat kopiert. Als nächster Schritt werden die Muster des Kristallisats mittels eines speziell entwickelten Computerprogramms  in   alpha-numerische Sequenzen (= NSQ) übersetzt; das ist ein Buchstaben-/Zahlencode, der es ermöglicht, die verschiedenartigsten Muster miteinander zu vergleichen. Die Clustermedizin ist also ein Verfahren, das sowohl mit den Informationen aus Bewusstsein und Unterbewusstsein eines Menschen arbeitet als auch mit den körperlichen Substanzen. Der ganze Mensch wird einbezogen: als ganzes Wesen aus körperlichen, psychischen und mentalen Ebenen bestehend.  

Mit dem oben beschriebenen Verfahren können alle natürlichen Substanzen in eine NSQ übertragen werden, ganz gleich, ob es sich dabei um  biologische Substanzen aus lebendem Organismen, Bakterien, Viren, krankhaft verändertes Gewebe, Hormone, Vitamine,   Allergene usw. oder anorganische Stoffe wie Mineralien, Schwermetalle, Umweltgifte oder zahntechnisches Material o.ä., aber auch elektromagnetische Störfrequenzen handelt. In den 20 Jahren, seit die CM besteht, ist diese Analyse auf alle wichtigen Substanzen aus Chemie, Physik, Biologie und Medizin ausgedehnt worden, so dass jetzt eine umfangreiche Datenbank  zur Verfügung steht.  

Diese Datenbank dient zu Vergleichszwecken. Sie enthält Kristallbilder mit Mustern von krankmachenden Faktoren, aber auch Heilmitteln wie Homöopathika, Heilpflanzen, Vitaminen, Mineralstoffen etc. Die Informationen aus patienteneigenen Substanzen werden bei einer Clusteranalyse mit allen bekannten Mustern der  Datenbank verglichen. D.h. alle Muster aus der Patienteninformation werden mit allen Daten vorliegenden Daten verglichen. Dabei liegen in der enormen Bibliothek der CM mehr als 300 000 Kristallbilder mit über 5 Mio. Verknüpfungsmöglichkeiten vor. Und der Datenbestand wird fortlaufend erneuert und erweitert.   Somit wird der Versuch unternommen, komplexe Zusammenhänge in analoger und verständlicher Form darzustellen.

Für den Patienten bedeutet das: mit einer CM-Analyse erhält er ein umfangreiches Funktionsprofil des Körpers. Das ist es, was wir oben gefordert haben, als wir erfahren wollten, was sich alles in den überlaufenden Fass namens Krankheit befindet. Die Cluster-Auswertung, die es in verschiedenen Grössen gibt, stellt keine Analyse im herkömmlichen Sinn dar. Der Behandler braucht keine Laborparameter oder Suchkriterien vorzugeben. Die Analyse erfasst alle Muster, die sich im Patientenkristallisat darstellen, und das Expertensystem der CM nimmt eine Bewertung aufgrund bereits vorhandener Daten vor. Die Aussagen betreffen den Menschen als Ganzes, mit seinen Zusammenhängen, Vernetzungen und Einflussfaktoren. Man erhält quasi Antworten, ohne Fragen gestellt zu haben. Wir kennen damit nicht nur den letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, sondern einen Grossteils des Inhalts. Damit haben wir Kenntnis der Dinge, die sich einer Genesung in den Weg stellen. Wir erfahren aber auch, wie wir sie aus dem Weg räumen können. Das Ergebnis ist ein umfangreicher Bericht (ca. 100 Seiten), der aufzeigt, wo ein Patient gesundheitlich steht. Gibt es Hinweise auf körperbezogene Störfelder wie Induktionen, elektromagetische Einflüsse, Keime, Myceten, Hormon- oder Vitamindefizite? Sind gesundheitliche Risiken möglicherweise auf tiefere seelische Ursachen zurückzuführen? Welche Konsequenzen könnte der aktuelle Gesundheitszustand für die Zukunft haben? Gibt es Allergien, Unverträglichkeiten und chemische Sensibilitäten? Welche Krankheiten wurden früher durchgemacht, haben aber noch Spuren in Form von Stoffwechselstörungen hinterlassen? Fragen, auf die eine Clusteranalyse Antworten geben kann.  Fässer enthalten manchmal viel Problematisches.  

Bei einem Allergiekind könnten sich schon folgende Dinge im Fass befinden: Amalgam (auch von der Mutter),  Impfbelastungen, häufige Mandelentzündungen, wiederholte Mittelohrentzündungen, Antibiotika, Polypenentfernung,  Umweltgifte, Mykosen – aber auch psychische Belastungen. Ein Beispiel: ein Kind mit Neurodermitits, also eine Erkrankung, die sowohl die Haut als auch das Nervensystem betrifft. Entwicklungsgeschichtlich gesehen gehören Haut und Nerven sowieson, da sie aus dem gleichen Keimblatt (Embryonalgewebe) entstehen. Die Clusteranalyse könnte zum Krankheitsverlauf folgendes sagen: Die Mutter hatte in der Schwangerschaft ein Problem, das sie dazu zwang, sich ihrer Haut zu erwehren, vielleicht musste sie sogar die Schwangerschaft selbst – und damit das Ungeborene – verteidigen. Das Kind kompensierte das in seiner eigenen Entwicklung durch eine übermäßig ausgeprägte Verteidigungsbereitschaft. Das kindliche Immunsystem ist daher geneigt, schon kleinste Störungen als gefährliche Angriffe abzuwehren. Auf die ersten Impfungen reagiert das Kind stark, mit Erkältungssymptomen, aber auch mit Hautauschlägen. Später treten immer wieder Mandelentzündungen auf. Auffällig ist, das diese Mandelentzündungen häufig nach Konflikten mit der Mutter auftreten. Dann erneut massive Reaktionen auf Impfungen. Die erste Zahnbehandlung mit einer kleinen Amalgamfüllung. Danach erstmaliges Auftreten der Neurodermitis.

Aus clustermedizinischer Sicht ist das noch eine relativ einfache Krankengeschichte. Das Fass ist zwar jetzt schon voll, aber es ist noch gut nachvollziehbar, wie es dazu kommen konnte. Die Geschichte hat mit Grenzen und Grenzverletzungen zu tun, und dann mit einer fehlgesteuerten Abwehr. Die Mutter, die sich wehren musste, verteidigte ihre Grenzen. Das Kind hat schon im Mutterleib erfahren, dass es etwas zu verteidigen galt. Dafür steht uns auf körperlicher Ebene das lymphatische System zur Verfügung, zu dem auch die Mandeln gehören.  Haut und  Schleimhäute stellen die Grenze des Körpers nach aussen dar. Das Kind erlebt die Einflüsse von aussen als Grenzverletzungen: Impfungen  und Infekte belasten das Immunsystem mit fremden Keimen, aber auch Erziehungsversuche der Mutter erscheinen dem Kind manchmal als Übergriff, gegen den es sich verteidigen muss. Die Amalgamfüllung ist dann der letzte Tropfen, der das Fass überlaufen lässt.  

Die Cluster-Auswertung ergibt nicht nur Aussagen über Muster von vorhandenen Störungen, sondern auch Informationen darüber, was einem Organismus zur Heilung bzw. Selbstkorrektur fehlt. Nicht der Behandler wählt also ein Mittel für den Patienten, sondern der Patient drückt durch seine Kristallmuster selbst aus, was er braucht. Im obigen Fall könnte das als Einstieg bedeuten, dass die Zahnfüllung durch ein neutrales Füllmaterial ersetzt werden und Amalgam ausgeleitet werden müsste. Danach könnte man die Impfbelastungen angehen, und später versuchen, die überschiessende Abwehr zu korrigieren. Wohlgemerkt: die Mittel der Clustermedizin sind immer nur Hilfe zur Selbstkorrektur. Der Patient bekommt das, was er braucht, um zur eigenen Regulationsfähigkeit zurückzufinden  Dazu hinaus stehen dem Cluster-Therapeuten die speziellen Mittel der CM zur Verfügung. Diese werden aufgrund der Kristallanalyse speziell für einen Patienten nach dem homöopathischen Arzneimittelbuch angefertigt. Er bekommt also ein Heilmittel, das für ihn und seinen Zustand „massgeschneidert“ ist.

Alle clustermedizinischen Mittel werden aufgrund der Vorschrift 31 des Homöopathischen Arzneimittelbuchs hergestellt. Als Ausgangsmaterialien werden menschliche (z.B. für Eigenblutbehandlungen) und tierische Substanzen, definierte Chemikalien (z.B. für Amalgamausleitungen), Hormone, Vitamine, Metalle und biochemische Grundstoffe eingesetzt. Die Ausgangsmatierialen werden homogenisiert und in doppelt destilliertem Wasser aufgeschlossen. Es entsteht ein Heilmittel, ein sogenanntes „informiertes Wasser“, wobei wie in den homöopthischen Hochpotenzen chemisch keine Substanz mehr nachzuweisen ist, die Heilinformation aus der Ursprungssubstanz aber auf das Trägermaterial übergegangen ist. Daraus ergibt sich dann – wie in der Homöopathie – die Nebenwirkungs- und Wechselwirkungsfreiheit der Clustermittel.

Darüber hinaus gibt die Clusteranalyse eine Reihe von Gesundheitstips und Empfehlungen, die für diEntwicklung und das Wohlbefinden des Patienten sehr wertvoll sein können. Z.B. zu passenden Entspannungsübungen, Bewegungstherapien, Musik- oder Kunsttherapien, Ernährungsvorschläge und bewährte naturheilkundliche Teerezepte und „Hausmittelchen“. Auch Hinweise zu homöopathischen, spagyrischen und orthomolekularen Heilmitteln werden gegeben. Diese Vorschläge sind selbstverständliche dem individuellen Zustand des Patienten angepasst.  

geschrieben von: Eva Lackner | am 13.10.2008