Clustermedizin Teil 3

Der Behandlungsverlauf in der Cluster-Medizin

blume3pixelgalleriecom_400Wie wir in den ersten zwei Teilen dieser Artikelserie gesehen haben, lassen sich für chronische Krankheiten keine einfachen Ursachen finden. Sicher ist nur, daß die Selbstheilungskräfte nicht mehr in der Lage sind, solche Zustände zu erkennen und zu beseitigen. Bei bestimmten autoagressiven Erkrankungen ist die körpereigene Abwehr so fehlgeleitet, daß sie körpereigene Substanzen angreift (z.B. Gelenkflächen bei Rheuma) und eine Heilung nicht mehr bewirken kann. Wie will man da behandeln?

Erst wenn möglichst alle Störfaktoren bekannt sind, die auf einen Organismus einwirken, lässt sich eine erfolgversprechende Therapie durchführen. Und das hat sich die Cluster-Medizin zur Aufgabe gemacht: die krankmachenden Umstände und Faktoren so genau wie möglich zu erfassen und zu beschreiben. Davon gibt es in der heutigen Zeit eine fast unüberschaubare Menge: soziale, berufliche, persönliche und psychische Abläufe in unserem Leben werden zunehmend komplizierter, die Zeit scheint immer schneller zu laufen. Anforderungen und Erwartungen an den Einzelnen steigen ständig. Krankheitskeime werden gegen Antibiotika resistent, gegen manche Erreger gibt es keine Hilfe. Industriell und genetisch veränderte Nahrungsmittel belasten unsere Verdauungsorgane. Elektromagnetischer und chemischer Smog überfordern unsere Abwehrsysteme. Frühkindliche Verletzungen produzieren unverständliche Lebensängste. Gesellschaftliche Normen und Werte vermitteln keine Geborgenheit mehr und bieten keine Sicherheit. All diese Einflüsse haben ihre Wirkung auf uns, spiegeln sich in unseren Lebensumständen und hinterlassen Spuren in Körperfunktionen. Der Mensch muß sich diesen veränderten Bedingungen anpassen (oder aussterben). Diese Anpassung ist jedoch nur möglich, wenn die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstregulierung und Selbstheilung nicht gestört oder blockiert sind.

Jede Störung oder Blockade, jede Fehlfunktion, jedes Ungleichgewicht, jede Abweichung von der persönlichen, vorgegebenen, biologischen Norm hat einen messbaren Einfluss auf die Zusammensetzung des Körpers. Durch eine Cluster-Analyse ist es möglich geworden, diese Informationen so zu lesen, daß eine möglichst ganzheitliche Diagnose daraus erstellt werden kann. Gleichzeitig werden aber auch Mittel und  Wege erkannt, wie dem Körper diese Informationen so zurückzugeben sind, daß er die eigenen Selbstheilungsmechanismen reaktivieren kann. Denn dort liegen die Blockaden: entstanden durch frühere Erkrankungen, aktuelle körperliche Belastungen, Erziehung, Stressfaktoren usw.  Die Cluster-Medizin will letztlich die körpereigenen Heilkräfte mobilisieren und Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen.  Aufgrund einer Cluster-Analyse werden für jeden Patienten ganz individuelle Heilmittel hergestellt. Es handelt sich dabei um spagyrische Essenzen, die auf der Basis des Homöopathischen Arzneimittelbuchs angefertigt werden. Sie setzen dann über einen Rückkoppelungsprozess die Abwehr und Selbstregulierungskräfte des Menschen sehr gezielt in Gang, schliesslich enthalten sie genau die Informationsmuster, die den Menschen krank machen. Da diese Heilmittel über keinen eigenen Chemismus verfügen, produzieren sie keine Nebenwirkungen.  

Die Krankheitsebenen
Durch eine Cluster-Analyse erfährt der Patient, in welcher Ebene seiner Person die Erkrankung  wurzelt, denn dieses Wissen ist für den Verlauf der Behandlung sehr wichtig. Behandelt wird jeweils die im Vordergrund stehende Ebene. Bekannt sind folgende Schichten: die körperliche Ebene, die psychische Ebene, die mentale Ebene, die Identitätsebene und die Ebene der Vererbung.

Die körperliche Ebene
Die Cluster-Analyse macht Aussagen über Organe und deren Funktionen, Schadstoffe und Stoffwechselstörungen, die den Gesamtorganismus beeinträchtigen. Wenn der Behandlungsschwerpunkt auf der körperlichen Ebene liegt, beginnt die Behandlung auch dort. Die Analyse gibt Auskunft über: gestörte Organfunktionen und Stoffwechselwege, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, geopathologische und elektromagnetische Belastung (Elektrosmog),  Hormone, Vitamine, Enzyme, Keimbelastungen (Bakterien, Viren, Myceten, Zooten, Prionen), Chemikalien aus Umwelt und Gebäuden, Zahnmaterialien, u.v.a.m.  Wenn vordergründig die körperliche Seite des Menschen behandelt werden muss, sind damit psychosomatische Ursachen oder Wechselwirkungen zwischen körperlichen und seelischen Prozessen nicht ausgeschlossen. Es ist in diesem Fall jedoch notwendig, zuerst den körperlichen Bereich zu sanieren, um damit rückkoppelnde Prozesse auf die Seele zu vermindern. Zu diesem Bereich gehören auch gestörte Funktionen aus der vorgeburtlichen Geschichte des Patienten und aus der Geburt selber, z.B. Sauerstoffmangel. Solche Erlebnisse sind in der Lage, die Weichen für ein ganzes Leben zu stellen und den Menschen nachhaltig zu beeinträchtigen.

Die psychische Ebene
Aus der Cluster-Analyse werden auch die psychischen Konflikte des Patienten ersichtlich, die seine Fähigkeiten, Bedürfnisse, Lebenssituationen und Handlungsfähigkeit beeinflussen. Diese psychischen Konflikte haben Entsprechungen in bestimmten Symptomen oder Organen. So steht zum Beispiel eine gesunde Funktion der Gebärmutter für Ruhe und Selbstgewissheit einer Frau. Fühlt sie sich allerdings ungeborgen, ängstlich und minderwertig, traut sie sich nicht, sich so darzustellen, wie sie wirklich ist, so könnte sich diese seelische Schieflage negativ auf die Gebärmutter auswirken. In der Behandlung dient dieser Bezug als Gesprächsgrundlage, um die Vernetzung von Körperebene und Psyche zu explorieren.

Die mentale Ebene

Hier liegt der Grund für das krankmachende Geschehen in den Bilderwelten eines Menschen, seinen Wertvorstellungen und seinen mentalen Mustern. Dieser Mensch ist möglicherweise krank, weil er unter falschen Vorstellungen lebt, das heisst, seine Denkmuster passen eigentlich gar nicht zu ihm und seinen eigenen Veranlagungen. Diese Vorstellungen werden ihm anerzogen oder aufgezwungen durch die Gesellschaft, in der er lebt. Er versucht dann, sich in seinem Leben nach diesen Werten zu richten, leidet aber an einem starken, inneren Konflikt, weil sie seinem Wesen nicht entsprechen. Er müsste nun mit diesen Vorstellungen brechen – oder selber daran zerbrechen. Diese mentalen Bilder sind die grössten Krankheitsverursacher, denn hier liegen die größten Widersprüche zwischen eigenen und fremden Bedürfnissen. Das beginnt bei Eltern, Familie, Schule, Religion etc, denn das sind die Umstände, an die sich ein Kind anpassen muß, wenn es überleben will. Es endet dort, wo ein anderer Mensch Macht über uns ausüben kann, sei es in Berufsleben, an der Hochschule oder in Staat und Gesellschaft. Will man in einem bestimmten Umfeld leben und sich dort geborgen fühlen,  muß man eben die entsprechenden Regeln beachten und annehmen. Diese  können dann aber zu den Regeln unseres eigenen Wesens im direkten Widerspruch stehen und starke innere Konflikte auslösen. Ein Mensch mit Problemen in mentalen Bereich müßte in der Therapie lernen, Geborgenheit im Glauben an sich selbst zu finden.

Die Ebene der Identität
Mit dem Schwerpunkt hier will die Cluster-Analyse darauf hinweisen, daß es  um das „Selbst“ des Patienten geht, um den Komplex des Selbstbewußtseins, des Selbstwissens, der Selbstfindung, der Selbsterkenntnis, des Selbstvertrauens. Konfliktpunkt  ist hier, daß der Mensch sich seiner selbst nicht bewußt ist und sehr wenig von sich selbst weiß - wenig im Verhältnis zu dem, was er tatsächlich ist. Die Therapie beschäftigt sich dann mit den Beschränkungen, die der Mensch im Laufe seiner Geschichte erfahren hat und erdulden mußte.

Die Ebene der Vererbung
Hier wird aufgezeigt, was sich aus dem elterlichen oder großelterlichen Erbgut im Patienten durchgesetzt hat – wobei die vererbten Eigenschaften nicht immer kompatibel sein müssen. Dann hat der Mensch Schwierigkeiten, gegensätzliche Veranlagungen „unter einen Hut zu bringen“. Die Therapie befaßt sich folglich mit den angelegten Schwächen in körperlichen und seelischen Bereich, die den Patienten belasten. Dazu gehören auch Konflikte zwischen Eltern (lebenden oder verstorbenen) und Kindern. Oft wird erst während einer Behandlung bewußt, was für unterschiedliche, manchmal auch widersetzliche Dinge in einem Patienten wirken. Wichtig ist es in diesem Fall, die Hintergründe der möglicherweise alten „Erbstücke“ zu entdecken. Oft begreift man erst dann, das die Dinge, die man über die Großeltern berichtet bekam, in einem selbst unterschwellig wirksam sind. Ziel ist es,  tiefe Strukturen der eigenen Sippengeschichte zu entdecken und integrieren.     

Das Modell der Rekursion in der Cluster-Medizin
Aus der oben beschriebenen Gliederung wird deutlich, das sich im Lauf eines Lebens verschiedene Prozesse so verbinden können, daß daraus zuerst Verhaltensänderungen entstehen, später aber sich daraus Stoffwechselstörungen ergeben. Diese wiederum führen zu Einschränkungen der Lebensqualität, was wiederum das körperliche Wohlbefinden weiter senkt. Die Spirale beginnt sich zu drehen, die über gestörte Stoffwechselwege und gestörte Organfunktionen zu manifesten Krankheiten führt. Ziel der Cluster-Therapie ist ein Erkenntnisprozeß: der Patient soll erkennen, daß Erkrankungen als Ausdruck einer seelischen oder geistigen Störung entstehen. Jeder körperliche Prozeß kann verstanden werden als materieller Ausdruck einer Information auf psychischer Ebene. Daß eine optimale Therapie dann auch gleichzeitig auf allen betroffenen Ebenen anzusetzen hat, sollte demnach selbstverständlich und einsichtig sein. Als Hilfsmittel zum besseren Verständnis aller beteiligten Prozesse dient in erster Linie die Cluster-Analyse selbst: sie liefert die Diagnostik und macht Zusammenhänge sichtbar. Aufgrund der Analyse wird das  individuelle Heilmittel für den Patienten angefertigt, das die Prozesse auf der körperlichen und geistigen Schiene gleichermaßen erfahrbar macht. Dritter wichtiger Faktor ist dann das erklärende und explorative Gespräch mit dem Therapeuten.

Wie sind nun Körper und Seele miteinander verknüpft, oder: wie wird ein seelischer Prozeß in die Körperebene übertragen? Das geschieht nicht fließend und kontinuierlich, sondern aufgrund eines Impulses. Hat ein Ereignis eine bestimmte Intensität, und überschreitet diese Intensität eine individuell bestimmte Schwelle, erlebt der Körper einen Einschnitt, einen Impuls. Er reagiert auf diesen Impuls mit einer Entzündung beispielsweise, und hält diese Reaktion so lange aufrecht, bis der aus dem Seelischen kommende Impuls ausbleibt. Schwächt sich der Impuls ab, verschwindet die akute Entzündung. Manchmal dauert der Impuls jedoch auf einer chronischen Informationsebene an. Auch dann bildet sich die akute Entzündung zurück, geht aber in eine chronische Phase über. Es wird ein sogenannter „Informationsknoten“ gebildet: Hier ballen sich die energische Entladung der Psyche und der körperliche Abwehrprozeß mit seiner eigenen Dynamik zusammen.

Für die Arbeit mit der Rekursion ist das Verständnis dieser Informationsknoten von entscheidender Bedeutung. Nehmen wir einmal an, ein Kind kann einen Konflikt mit seiner Mutter nicht mehr ertragen, und es überträgt diesen Konflikt in eine Mandelentzündung (es flieht in die Krankheit). Dieser Konflikt wird nicht richtig beigelegt, sondern schwelt immer weiter. Die akute Mandelentzündung wandelt sich in eine chronische Verlaufsform um. Wenn erneut Konflikte mit der Mutter anstehen, flackert die Entzündung wieder auf, d.h. wir haben nun die chronisch-rezidivierende Mandelentzündung. In der Cluster-Therapie wird dieser Zusammenhang aufgedeckt, und mit einem Heilmittel der Clustermedizin beginnt die rekursive Arbeit am Körper. Unter der Einnahme werden die Symptome der ursprünglichen Mandelentzündung getreulich zurückgespielt, der Körper zeigt also den ursprünglichen Konflikt wieder auf. Allerdings kann der Körper nur  die Dinge wieder aufrollen, die auf der körperlich-materiellen Ebene wirken. Auf die Psyche und ihre Energie hat er keinen direkten Zugriff. Durch das Clustermittel arbeiten wir uns gewissermaßen körperlich bis zum Informationsknoten vor, gelöst werden muß er jedoch durch einen bewussten, psychischen Prozeß, dort nämlich, wo der ursprüngliche Konflikt in der Psyche begründet wurde. Jetzt müssen also die damaligen Vorgänge besprochen und nachempfunden werden, eventuell müßte eine nicht stattgefunden Auseinandersetzung mit der Mutter erfolgen. Die Informationskette muß bis an ihren Ausgangspunkt zurückverfolgt werden, unter Umständen auch bis in die vorgeburtliche Phase im Mutterleib. Erfolgt nun im seelischen Bereich eine Löschung dieser Verkettung, geschieht dasselbe auf der Körperebene mit der alten Mandelentzündung. Der Informationsknoten stellt die entscheidende Drehscheibe dar. Wird er nicht gelöst, bleibt die Therapie in diesem Knoten hängen, weil die Psyche nicht  auf angemessene Weise in den Selbstheilungsprozeß einbezogen wurde.

Eine gründliche Rekursion ist gerade dann notwendig, wenn man nicht nur spürbare Symptome beseitigen will, sondern  weiterführende und tiefergehende Ziele mit der Therapie erreichen will oder muß. Je tiefer ein Krankheitsgeschehen sitzt, desto schwieriger ist es zu beeinflussen. Je komplexer es ist, desto gründlicher muß die Rekursion durchgeführt werden. Nur so kann man aus der Krankheit lernen, und nur so werden echte Verhaltensänderungen möglich. Mit Beginn der Einnahme einer Cluster-Arznei beginnt die Rekursion. Jede Rekursionsphase geht von einem „Knoten“ zum nächsten. Innerhalb der einzelnen Phasen kommt es zur Ausbildung sogenannter „Rekursionsphänomene“, die das alte Krankheitsgeschehen simulieren und bewußt machen. Mit einem klärenden Gespräch wird dann der blockierende Knoten gelöst.
 
Seit kurzem steht in der Cluster-Therapie und zur Rekursion auch ein völlig neues Heilmittel zur Verfügung: die Toncluster. Dabei  werden die Informationen aus dem patienteneigenen Material in Töne übertragen. Der Patient erhält eine Endlos-Kassette mit dem Klang seiner körperlichen Zustandes. Wie ein Störsender, der eine einwandfreie Rundfunkübertragung stört, wirkt dieser Klang auf den Menschen. Das Abwehrsystem wird aktiv, um den Störsender auszuschalten, denn der Toncluster klingt oft unangenehm und wird auch körperlich so empfunden. Die Töne leiten ebenfalls Rekursionsphänomene ein und bringen körperliche Prozesse in Gang.  Wenn die Selbstheilungskräfte über Klangschwingungen aktiviert werden, ergibt sich ein sehr wirkungsvoller und tiefgreifender Therapieverlauf. Optimale Resultate lassen sich erzielen, wenn der Klang den Körper nicht nur als akustisches Signal, sondern auch als Druckwelle erreicht. Dazu steht ein spezieller Verstärker zur Verfügung: das Clusterphon. Unüberhörbar und nicht ausblendbar wird das Immunsystem mit dem Klang seiner Fehlfunktionen provoziert. Dann muß der eigene Sender genauer und besser eingestellt werden, und das bedeutet ein Ausblenden der Krankheit und ein Einstellen von Gesundheit. Welche Heilmittel auch immer in die Therapie einbezogen werden, ein Rückkehren zum auslösenden Moment, die Rekursion also, bleibt unverzichtbar. Dann sind dauerhafte Ergebnisse möglich, die nicht nur die körperliche Situation durch eine Linderung der Symptomatik erleichtern, sondern auch das Leben generell verändern, indem sie dem Patienten neue, freiere und schöpferische Denkweisen eröffnen und ihn loslösen von seinen eingeschränkten Verhaltensweisen. So kann endlich das eigene Wesen mit den eigenen vielfältigen Möglichkeiten zum Vorschein kommen. Der Mensch erhält die Chance, sich als das zu entfalten, was er ist. Das heißt, er entwickelt sein eigenes Profil: Charakter sozusagen.

Die Clustermedizin wurde vor mehr als 20 Jahren von Prof. Ulrich-Jürgen Heinz begründet, und sie ist ein patentiertes Verfahren (Patent Nr. EP 0 710 837 A3). Sie basiert auf umfangreichen, vergleichenden Studien medizinischer, psychologischer, sozialer und evolutionsbiologischer Forschungen. Alle relevanten Daten werden ständig validiert und aktualisiert, um Behandlern und Patienten größtmögliche Sicherheit zu bieten.

Bei weiteren Fragen oder zur Anforderung von Informationsmaterial können Sie sich wenden an:
UJ Heinz Gmbh
Centrum für Clustermedizin
Kohlberg 1–3
72160 Horb-Mühringen
Tel.: 07483-92930

eva_schwarzweissDie Autorin:
Eva Lackner
PARAMED
Haldenstrasse 1
6342 Baar (Schweiz)

 

geschrieben von: Eva Lackner | am 25.11.2008