Das Human Design System - Teil 3

hds_mandala_400Dies ist nun der 3. und abschließende Teil der Beschreibung und Erklärung des Human Design Systems.

Die Strategie zum Mißerfolg
Grundsätzlich besitzen wir in den farbigen Zentren etwas Eigenes und Verläßliches. In den offenen, weißen Zentren sind wir dagegen unausweichlich äußeren Einflüssen ausgesetzt (siehe Abschnitt 9). Es steht also sichere, innere, leise Welt gegen eine unsichere, laute, äußere Welt. Aus diesem Zwiespalt entsteht das Bestreben nach umfassender Sicherheit und Identifikation. Die offenen Zentren werden unter verschwenderischem Energieaufwand fixiert. Damit berauben sie sich ihrer Flexibilität und der potentiellen Weisheit. Wir sprechen von einem Nicht-Selbst, das was wir nicht sind und folglich auch nicht erfolgreich gestalten können.

Die falschen Strategien offener Zentren
(Sie auch Abschnitt "Die 9 Zentren" in Teil 1)

Wer erkennt sich hier nicht in einem Thema oder einer destruktiven Kombination?

Wer ist der Chef?
Der Sessel ist bei den meisten Menschen für den Verstand reserviert. Bei Entscheidungen geht es aber um Beständigkeit, Lebensqualität, Lebenskraft und Gesundheit.  Diese Kriterien können nur die entsprechenden Zentren selbst entscheiden. Und dazu müssen sie definiert sein. zuverlässig ticken. Offene Zentren würden eher andere in mir entscheiden lassen.
Für den Chefposten gibt es eine klare Hierarchie. Emotionale Entscheidungen für 50% der Menschen, dann 35% mit sakralen, vitalen und 10% mit spontanen Milzentscheidungen.

Diener oder Herrscher
Diese Alternative gilt für den Verstand. Lasse ich mich von meinen Gedanken beherrschen und terrorrisieren oder pflege ich Gedanken, die mir dienlich sind. Der Verstand ist stets der Beobachter der Welt und der Erforscher des Lebens. In seiner Denkweise von sowohl als auch, einerseits und andererseits taugt er für Austausch und als äußere Autorität gegenüber anderen.

Die Speisekarte
Hier tun sich die meisten Köpfe unerwartet schwer. Denn der Verstand kommentiert jedes Angebot als zu teuer, billig, fett, gesund, ungesund, Fleisch, vegetarisch, verdaulich, unverdaulich, viel, wenig usw, usw, usw. Korrekt wäre, den eigenen Sinnen zu folgen und nicht kollektiven Ernährungskonzepten, die Individualität unberücksichtigt lassen.
Ein Generator beispielsweise sollte sich vom Ober Vorschläge machen lassen, damit er dazu schnurren oder knurren kann. Er braucht eine vitale Reaktion und keine innere Expertenanhörung.
Und wenn unser Verstand schon mit einer Speisekarte so seine Schwierigkeiten hat, sollten wir ihm keine richtig wichtigen Entscheidungen zumuten. Er mag sein Archiv der Eriinerungen zur Verfügung stellen und später mit der Durchführung beauftragt werden. Entscheiden muss unsere innere Autorität (siehe Abschnitt "Diener oder Herrscher").

 

Gebrauchsempfehlung zu diesen Informationen über das HDS
Wie bei einem üppigen kalten Buffett empfehle ich, auch die Fülle dieser Informationen maßvoll zu genießen, Häppchen für Häppchen. Ansonsten droht Völlegefühl, Unverständnis und Unverdaulichkeit. Mit Augenmaß und Pausen zur Verdauung ist das gesamte Menue bekömmlich und Sie werden bis zum Dessert vordringen.
Diese Infos mögen Ihren Wissensdurst stillen und für Ihre Sehnsucht nach sich selbst ihren Nährwert entfalten.

Dies war der letzte von 3 Artikel zum HDS.


Der Autor:

Dr. Hans-Werner Janssen
Glückstädter Str. 37
24576 Bad Bramstedt

 

geschrieben von: Dr. Hans-Werner Janssen | am 15.04.2009