Heilende Kräfte im Tanz ®

elke_wagnerIn der Fülle baden
Und es gibt eine Göttin der Fülle, die im Reichtum badet, der alles geschenkt wird, ohne dass sie darum bitten muss, die sich öffnet ohne Angst, weil sie Angst nicht kennt, nur das Gefühl, das vom Herzen ausgeht, ein Gefühl, sich verschenken zu können, ohne sich zu verlieren.

Ihr Tritt ist sicher, ihre Kraft unermüdlich, und ihre Ausstrahlung kennt kein Hindernis, pflanzt sich fort wie Licht. Sie kann es sich leisten, so lässig zu sein. Sie muss nichts festhalten, besitzen, sie muss keine Grenzen ziehen, denn ihr Land wächst mit ihrem Strahlen, ihr Land breitet sich aus, indem sie tanzt und tanzt, unermüdlich, halb träumend, halb wachend, sieht sie, wie ihre Wünsche wahr werden.

Sie lächelt, ein leichter Wind streicht über die Schläfen, verweht als Schleier, als Band, das die Welt zusammenhält. Und manche Menschen sind ihr gefolgt, als sie vorbeizog.

So eine Diva, die Göttliche, hat die Aufgabe, in ihrem Tanz die ganze Welt einzuladen, sich über Grenzen hinwegzusetzen, die Mauern der Vorurteile und die Kluften der Unterschiede durch ihre Berührung aufzuheben, Versöhnung zu bewirken. Besonderes Kennzeichen: alles nicht so wichtig nehmen.
 
HEILENDE KRÄFTE IM TANZ ® wurde 1986 von Gabriele Fischer ins Leben gerufen und ist heute ein ausgereiftes Lernprogramm in bewegungsorientierter Kunsttherapie, Kunstpädagogik und Performancearbeit. HEILENDE KRÄFTE IM TANZ® wurde von Gabriele Fischer als Antwort auf ihre Begegnungen mit Tanz als heilender und transformierender Kunst entwickelt. Elke Wagner leitet das Institut HKiT® und die Ausbildungen seit 1997.

Die Tanzform HKiT®
Jeder Mensch ist ein Künstler hat Joseph Beuys gesagt und die von Gabriele Fischer entwickelte Methode HKiT® öffnet spielerisch leicht die Türen, sich das ursprüngliche Bewegungswissen wieder zu erschließen, das im Körperbewusstsein jedes Menschen verankert ist. So kann tanzenlernen Wachstum werden. Die wichtigsten Tools der HKiT® sind:

          -  Körperbewusstsein
          -  Körperlandschaften
          -  Stimme
          -  Spiritualität
          -  Bewegung

Körperbewusstsein
Physische, psychische, mentale und spirituelle Ebene sind über den Körper miteinander verbunden. Über den Körper können wir uns selbst erkennen und uns verändern. Bewegungsmuster, Verhaltensmuster, Glaubensmuster, Denkmuster und Beziehungsmuster sind eng miteinander vernetzt.

Körperlandschaften
Körperräume wie Knochen, Muskeln, Faszien, Haut, Aura, Organe, Flüssigkeiten und Körperorte von Kopf bis Fuß über das Becken bis zu Herz und Hand öffnen im Tanz Wahrnehmungswelten mit neuen Bewusstseins-, Handlungs- und Bewegungsspielräumen im Innen und Außen.

Stimme
Stimme, Töne, Klänge und Rhythmen materialisieren sich als Bewegung im Körper, in den Muskeln, Knochen, auf der Haut ... . Sie öffnen Räume und verbinden Zeiten. Die Melodie des Lebens finden, den eigenen Rhythmus tanzen, Kraftlieder singen.

Spiritualität
Nähe zu mir selbst, Nähe zu anderen, Nähe zu dem Um-mich. Den Tanz der Schamanin tanzen. Heilungstanzrituale entwickeln. Tanz, Trance, Ekstase.

elke_wagnerBewegung
Bewegung ist die Sprache des Körpers. Im Tanz innen und außen verbinden. Dazu stehen drei kraftvolle Methoden zur Verfügung:

    -  freier Bewegungsimpuls
    -  Tanzarchetypen
    -  Basics

Der freie Bewegungsimpuls
Unser Körper ist permanent in allen seinen Teilen aktiv, in unterstützender oder in expressiver Form. Alle unsere Körperteile, Körperebenen, jede Zelle, jedes Organ steht in Verbindung mit unserer Lebensenergie und unseren Bewusstseinszuständen. Diese Verbindungen prägen unsere Bewegungen und machen sie gleichzeitig einzigartig. Im Tanz dem freien Bewegungsimpuls folgen heißt, ganz innen bei mir, der Quelle meiner Lebensenergie ankommen, dem Fluss der Lebensenergie folgen und den eigenen Tanz entstehen lassen von innen nach außen. Die Schleusen öffnen in die eigene Beweglichkeit, ihr folgen, sie zulassen in einen Tanz des Lebens.
 
Tanzarchetypen
Nicht jede Beweglichkeit entwickelt sich in der freien Arbeit. Tanzarchetypen sind Vorbilder, Vortänzerinnen, die Wege zeigen, die dazu ermuntern, Bewegungsblockaden aufzulösen. Stampfen, hüpfen, drehen, fallen, fließen, schlängeln. Tänzerische Bewegungen, wie wir sie als Tanzarchetypen in Tanzkulturen um den ganzen Erdball wieder finden.

Der Tanzarchetyp S t a m p f e n: Das Rumpelstilzchen, das sich seine Wut aus den Fersen trampelt. Es findet sich im südamerikanischen Candomblé als mächtiger Xango und im asiatischen Raum als Fersentanz der Dämonen wieder.

Der Tanzarchetyp   D r e h e n  u n d  F a l l e n: Das Kinderspiel des Figurenwerfens, ein Ein-Drehen wie es Indianer am Amazonas zu spirituellen Zwecken praktizieren - auf Reise gehen. Ein Tanzarchetyp, der sich in veränderter Form wieder findet bei den Derwischen oder in der Ballettdrehung.

Die Bewegungsmuster der Tanzarchetypen ermöglichen den Anschluss an die Kraft, die in diesen Bewegungen schlummert. Indem die Tanzarchetypen getanzt werden, können Bewegungsblockaden aufgelöst, das Bewegungsspektrum erweitert und die Bewegungsfreiheit im Tanz wieder gefunden werden.
 
elke_wagner_2Basics
Die Tanzarchetypen lassen sich auf wenige Bewegungen zurückführen - den Basics der HKiT®. Diese Basics zeigen sich auch im freien Bewegungsimpuls, wenn die Lebensenergie ins Fließen kommt und finden sich in den unwillkürlichen Bewegungen des Zitterns, Schlotterns und der Reflexe wieder.

Bewegungen des Lebens aus vor-zurück, rechts-links, hoch-runter: kippen, wiegen, kreisen. Es sind Bewegungen, die wir nicht erlernen müssen, die uns als Gabe auf den Weg mitgegeben sind und die nur darauf warten, aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Beckenbewegungen beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen. Basics, kleinste Bewegungseinheiten, wie wir sie in der Zellflüssigkeit wieder finden, in der Spirale der Eiweißstruktur. Vor-zurück und rechts-links Bewegungen verbunden mit hoch-runter Bewegungen, daraus entsteht der Kreis, die Spirale. Makro- und Mikrokosmos treffen sich in den Basics der HKiT® in einem kosmischen Ganzen.
Kippen, wiegen und kreisen finden sich sowohl in der Reichschen Körpertherapie als auch in den Bewegungen des Bauchtanzes. Tanz & Therapie.
 
Ur - Sprünge
Der freie Bewegungsimpuls, sie Basics der HKiT® und die Tanzarchetypen vermitteln eine umfassende Bewegungsintelligenz über den eigenen Körper. Dazu gehört der Tanz mit allen Körperteilen von Kopf bis Fuß, von den Fingerspitzen über die Schultern, Herz, Lunge und Leber bis zum Becken. Wie tanzt mein Becken mit dem Kopf,  wie mein Fuß mit dem Knie?       
Die Tanzform HKiT® öffnet die Möglichkeit, den Einfluss und Zusammenhang der Körpersysteme auf die entwicklungsphysiologischen Bewegungsmuster zu erforschen, die jeder Mensch in seiner Entwicklung in unterschiedlicher Stärke und Ausrichtung mit Parallelen zum Tierreich, zu Pflanzen, zur so genannten unbelebten Natur durchläuft.

Der Tanz mit dem freien Bewegungsimpuls, den Tanzarchetypen und die tänzerische Integration der BASICS der HKiT® in alle Körperteile wie Füße, Beine, Becken, Wirbelsäule, Schultern, Arme und Kopf und auf alle Körperebenen wie Haut, Knochen, Muskeln, Aura, Faszien, Körper- und Zellflüssigkeiten stellt eine umfassende Methode der ganzheitlichen Bewegungserfahrung, Bewegungsanalyse und Bewegungsschulung zur Verfügung. Die Tanzform HKiT® ermöglicht, persönliche Bewegungsmuster zu erkennen, neue Bewegungsmuster zu erlernen, sie bewusst zu nutzen und in das eigene Bewegungsrepertoire zu integrieren. Der Tanz mit den verschiedenen Körperteilen und Körperebenen erschließt deren unterschiedliche Bewegungsqualitäten, führt in einen großen Bewegungsreichtum und stellt eine tiefe Heilungsebene zur Verfügung. Tanz des Lebens.

Im Vordergrund der Tanzarbeit HKiT® steht ein liebevoller Körperbezug und ein Tanz, der der Prozesshaftigkeit des Lebens gerecht wird. Die Bewegungsrituale und Tanzmeditationen, die Gabriele Fischer und Elke Wagner entwickelt haben, öffnen den energetischen und körperlichen Zugang zu einem Tanz im Fluss der Lebensenergie. Die Tanzform HKiT® schafft Bewusstsein für den eigenen Körper und den eigenen Tanz. Durchlässigkeit und Isolation, Achse und Aufrichtung, der Bezug zur Erde und der Tanz mit der Schwerkraft sind wichtige Inhalte der Tanztechnik HKiT®. Dazu gehört auch der tantrische Tanz mit den Polaritäten wie innen und außen, fließen und pulsieren, oben und unten, vorne und hinten, rechts und links, schnell und langsam, Mikro- und Makrobewegung. Wurzeln der Tanzform HKiT® finden sich in Heilungstanzritualen vieler Kulturen, z.B. dem indianischen Tiertanz, dem afrobrasilianischen Candomblé, der italienischen Tarantella, der alemannischen Fastnachtstradition, den Tänzen der Aborigines und dem orientalischen Bauchtanz.

Die Kunst des Tanzens mit HKiT®: Tanzen im Bezug zum eigenen Körper und seiner Geschichte, tanzen, dem Prozess des freien Bewegungsimpulses folgen, tanzen und aus dem Reichtum der BASICS und Tanzarchetypen schöpfen. Die große Freiheit des Tanzes: HEILENDE KRÄFTE IM TANZ®.

 
Tanzpädagoginnen und Tanztherapeutinnen in Deutschland sind u.a.:

Susanne Lührs - 21357 Bardowick

Gabriela Kühn - 21614 Buxtehude

Malgorzata Maria Pastian - 21629 Neu Wulmstorf

Senay Bayram - 21629 Neu Wulmstorf

Claudia Baum - 34130 Kassel

Melanie Classen - 97080 Würzburg



Fotos und Text: Elke Wagner

geschrieben von: Elke Wagner | am 20.05.2010