Metamorphosis, die Pränatale Therapie - Teil 1

robert_st_johnMetamorphosis, die Pränatale Therapie ist das Lebenswerk von Robert St. John (* 21. Mai 1914 - † 1. November 1996, England)

Robert St. John wuchs in der Tradition einer Heilerfamilie auf. Seine Mutter praktizierte unter anderem nach der Augenheilmethode nach Bates. Von diesem Hintergrund aus, studierte er vor allem die fernöstliche Medizin und Philosophie. Seine hohe Sensibilität und Fähigkeit sehr tief in den geistigen Hintergrund des Mensch Seins einzufühlen und einzudenken half ihm, die Entwicklungsprozesse in der menschlichen Struktur zu erfahren und zu erklären.

Etwa in den 50iger Jahren machte er seine wichtigste Erfahrung in der Behandlung des Menschen und nannte diese „Therapie“: METAMORPHOSIS, die pränatale Therapie. Später fand er, daß diese Therapie weit über den pränatalen Bereich hinausreichte und benannte sie :METAMORPHOSIS. Einige Jahre lebte er sogar in Süddeutschland, ging dann für viele Jahre nach Australien, kam aber immer einmal im Jahr nach England, um zu unterrichten. 1988 kehrte er dann endgültig nach England zurück. Christiane Boustani lud ihn in den darauffolgenden Jahren für Seminare nach Deutschland ein, wo er seine neuesten Erkenntnisse lehrte. Seine Idee in Norditalien ein METAMORPHOSIS Zentrum einzurichten, konnte er nicht mehr verwirklichen. 5 Tage nach seinem Umzug nach Turin verstarb er an einem Herzinfarkt. Seine letzten Worte waren, während er noch eine Metamorphosis Behandlung bekam: „Don’t worry, I’m morphing“ ! (Seid nicht beunruhigt, ich verwandle mich)

METAMORPHOSIS ist die sanfte Weiterentwicklung aus der Fußreflexzonen - Therapie. Robert St. John entdeckte in den 50iger Jahren, daß Fußreflexologie zwar ganz vortrefflich einige Krankheitssymptome milderte, manchmal auch auf längere Zeit auflöste, mußte aber auch entdecken, daß die Menschen immer wiederkamen, weil die Krankheitsursache wohl nicht behoben war. Mit seinem einfühlsamen Fragen nach den möglichen Gründen fand er heraus, daß die Ursache für Krankheit und Entwicklungsverzögerung in dem geistigen Prinzip des Menschen zu finden sei. Geistige Blockaden und Widerstände schaffen emotionale, mentale und physische Mißstimmungen. Das beginnt schon während der Schwangerschaft und hat Auswirkungen auf unser soziales Wirken. Robert St. John behandelte autistische Kinder und Kinder mit Down-Syndrom und es war erstaunlich, welche Entwicklungsschübe sich zeigten. Down-Syndrom und Autismus sind die entgegengesetzten Pole. Der Autist zieht sich ganz zurück, nimmt aber alles wahr und kann nicht nach außen reagieren. Der Mensch mit Down-Syndrom ist nach außen gerichtet und ständig in Aktion. METAMORPHOSIS vermag den Autisten zum Handeln zu bewegen und somit am sozialen Leben teilhaben zu lassen. Der Mensch mit Down-Syndrom lernt mehr wahrzunehmen und angemessen zu handeln. Robert fand heraus, daß alle Störungen und Blockaden auf der Reflexlinie der Wirbelsäule am Fuß, an den Händen und am Kopf ihre Entsprechung finden, und daß eine kleine sanfte Berührung, diese Blockade schwinden lassen kann. Er lehrte Eltern, ihre Kinder zu behandeln und ermutigt jeden, sich selbst zu heilen.

Tatsächlich ist METAMORPHOSIS leicht zu erlernen, denn Metamorphose ist das Lebensprinzip an sich. Jeder Mensch ist vollkommen. Damit das ganze Potential sich entfalten kann, bedarf es einen kleinen Impulses und die innere Intelligenz des Menschen weist den nächsten Schritt. METAMORPHOSIS geschieht unbewußt, ohne Anstrengung und ist dauerhaft.  Es gibt den Menschen, Tieren und Pflanzen Kraft und führt zur Harmonisierung.

 Es mag immer wieder verwundern, aber die wirklich kostbaren Dinge und Weisheiten im Leben sind einfach. METAMORPHOSIS ist einfach und doch sehr wirksam, ohne daß der Veränderung eine allzu große Bedeutung beigemessen wird. Robert St. John erklärte dazu: „Wenn Du schmutzige Wäsche waschen willst, sortierst Du nach Gewebeart und Farbe, steckst alles in die Waschmaschine, gibst das entsprechende Waschpulver dazu, startest das Waschprogramm. Du erwartest, daß die Wäsche nach dem Waschvorgang sauber ist. Du kümmerst Dich nicht um die Art und die Anzahl der Flecke. Meistens bist Du mit dem Ergebnis zufrieden. Sollten Flecken verbleiben, mußt Du sie nachbehandeln. Genau dasselbe macht Metamorphosis. Nur im Gegensatz zur schmutzigen Wäsche, verurteilen wir nicht die Gedankenmuster und Blockaden.“

Im Grunde besteht die eigentliche Kraft von METAMORPHOSIS darin, daß sie die Dualität aufhebt und damit der Grund jeder Blockade, jeder Verletzung sich auflöst. Es gibt eine höhere Wahrheit, die nicht den Gesetzen von Dualität unterworfen ist und diese Ebene wird durch das Bewußtsein von METAMORPHOSIS angestrebt und auch erreicht. Je jünger der Mensch ist, der METAMORPHOSIS erfährt, um so größer die Wandlungsfähigkeit. Ein junger Organismus, ein junger Geist ist leichter zu formen und zu heilen als ein erstarrter, durch mancherlei Verletzung verhärteter Mensch.

Das Bewußtsein, das durch den Prozeß von METAMORPHOSIS auf das „Ganzsein“ ausgerichtet ist, versteht, daß es unnütz ist, gegen „etwas“ anzukämpfen. Wir erkennen an, was ist, kümmern uns als „Behandler“ nicht um die Auswirkungen der Störungen, sondern betrachten den Menschen als vollkommen. In sofern ist METAMORPHOSIS gar keine Therapie und es gibt auch keine „Behandlungen“. METAMORPHOSIS ist eine Geisteshaltung, die heilend wirkt.

Derjenige, der METAMORPHOSIS gibt und der, der sie bekommt werden in diesem Augenblick ein Ganzes und beide erfahren Entspannung und Heilung.
Das ist sehr berührend und hilft, das Ego zu vergessen und lehrt Einfachheit und Demut.

Ende des ersten Teils.

boustaniAutorin: Christiane Boustani

Im zweiten Teil von "Metamorphosis, die Pränatale Therapie" werde ich über meinen eigenen Erfahrungen mit METAMORPHOSIS berichten und freue mich wenn ich Ihr Interesse geweckt habe.

 

 

geschrieben von: | am 22.04.2010