Saint Germain - Weihnachtgeschichte Teil 1

Saint GermainICH BIN der ICH BIN. ICH BIN St. Germain.

Spirituelle Müdigkeit habt ihr mitgebracht? Etwas Ungeduld und leichte Überforderung aus dem letzten Jahr? Dabei war das letzte Jahr doch noch ein sehr ruhiges! Was denkt ihr, wo ihr seid? Ihr seid mitten im Umbauprozess! Glaubt ihr, dass ihr noch jemals Ruhe finden werdet? Habt ihr wirklich den Eindruck, dass zu diesem Fest der Liebe und Zufriedenheit, des gegenseitigen Umarmens und einer inneren Einstellung der Ruhe und des Friedens nicht auch das Gegenteil gehört?

Was passiert denn, wenn ihr euch in euren Familien trefft und so lange aufeinander hockt, wie ihr es sonst im ganzen nie Jahr tut? Was denkt ihr denn wohl, was da geschieht? Da brechen alte Muster auf, die ihr schon lange begraben geglaubt habt! Da geschehen Transformationsprozesse. Weihnachten ist für mich die schönste Zeit. Weihnachten ist für mich die Zeit, wo ich sehe, dass sich bei euch endlich mal was tut, nachdem es das ganze Jahr nur gegärt hat. Es gibt wunderbare spirituelle Geschenke, die die spirituelle Müdigkeit wie ein warmer Wüstenwind hinwegblasen.

Warmer Wüstenwind. Da sind wir bei meiner Geschichte, die ich eigentlich erzählen will. Meine Geschichte spielt zu einer Zeit, an die ihr euch im Moment nicht so richtig erinnern könnt. Es ist die Geschichte eines Vaters.

Ich glaube, ich wusste nicht so richtig, was ich da tat, als ich gesagt habe: „Ja ich mache diesen Job.“ Genauso, wie ihr ja heute auch nicht wisst, warum ihr diesen Job hier tut. Ich bin also mit euch auf einer Ebene gewesen. Als ich als Engelwesen heruntergekommen bin, war mir völlig klar: „Ja, diesen Job mache ich, das ist überhaupt kein Problem. Das ist ein Dienst an der Menschheit, der ist so toll, das ist gut. Das ist wirklich gut.“ Und dann war ich da. Dann war ich auf dieser Erde, in einer Gegend, in der es viel Wüste gab, auch heißen Wüstenwind und, na ja, genug Wasser und Bäume gab es damals noch - es ist ja schon einige Zeit her. Aber es war auch eine nicht ganz so tolle Gegend, denn es war Besatzungszeit und das Volk, in dem ich lebte, war unterdrückt. Es war nicht so richtig schön. Andere hatten etwas zu sagen. Die Menschen, die dort lebten und schon seit Jahrzehnten dort lebten, hatten plötzlich nichts mehr zu sagen. Sie wurden drangsaliert, unterdrückt, ihnen wurde alles weggenommen, so wie es heute auch auf eurer Erde an manchen Stellen geschieht. In so eine Situation habe ich mich hineinbegeben - freiwillig muss ich noch dazu sagen, wie ich heute weiß. Damals wusste ich das nicht.

Als ich dann dort lebte, habe ich gedacht: „Ein Leben, in dem du ein bisschen im Handwerk arbeitest und nicht so viel mit der Obrigkeit zu tun hast, ist in Ordnung.“ Hat mir auch gut gefallen. Ging dann auch soweit. Bis ich dann meine zukünftige Frau traf. Damit wurde alles völlig anders. Die hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Komplett. Erst einmal ging es damit los, dass wir uns sehr liebten. Das ist ja gut. Auf der anderen Seite war es damals in der Gemeinschaft, in der wir lebten so, dass Paare nicht so zusammenlebten, wie ihr das hier tut. In dieser speziellen Situation war es noch eine Stufe schwieriger, weil nämlich unser erstes Kind, das geboren werden sollte, nicht von mir war. Das hat mir am Anfang schon ziemlich zu schaffen gemacht. Ich war ja damals nicht so allwissend wie heute. Es ging mir ja damals mit meinen eigenen Vorstellungen und Gedanken nicht so gut wie heute. Ich hatte solche Zweifel, ob diese Frau nicht doch mit irgendjemand anders zusammengewesen ist und sie hat mir immer wieder erzählt, es wäre nur der Heilige Geist gewesen. Mehr nicht!

Ihr ahnt schon, wer ich war. Ich war Zimmermann und handfest. Ein Stück Holz - da wusste ich, wie ich das anpacken sollte. Aber in dieser Situation hatte ich so meine Zweifel. Alle anderen in der Gemeinschaft hatten diese Zweifel nicht so sehr, weil genau diese Situation schon prophezeit worden ist. Aber warum sollte mich das gerade erwischen? So eine Situation! Ich fühlte mich wirklich so, als wären mir Hörner aufgesetzt worden. Das war nicht gut. Ich habe dann das Ganze akzeptiert und weiterhin zu Maria gestanden, weil wir uns auch wirklich gern hatten und ich irgendwo innerlich spürte, dass es wichtig ist, dass ich es tue. Obwohl immer wieder so kleine leichte Gefühle in mir aufkochten, die mir sagten: So kann es eigentlich auch nicht sein. Das ist nicht richtig!

Dann kam auch noch die Situation auf, dass diese Besatzungsmacht alle Menschen aufforderte, an die Geburtsorte der Männer zurückzugehen, wo die Menschen gezählt werden sollten. Die wollten in Rom einfach wissen, wie groß ihr Reich ist. Die wollten einfach nur wissen: Wie viel Menschen unterdrücken wir jetzt schon? Das machte denen richtig Spaß. Statistik. Kennt ihr ja heute auch. Statistik ist unheimlich wichtig. Zahlen über Zahlen hinschreiben und dann kann wieder einer sagen: So, jetzt brauchen wir einen General mehr, dann brauchen wir noch wieder einen mehr, der ganz viel Geld bekommt und noch einen im Aufsichtsrat und hin und her – hängt alles mit Statistik zusammen, damals auch schon. Ein verrücktes Spiel.

Und wir mussten wandern. Meine Frau hochschwanger und ich, unser ganzes Gepäck und was wir für so eine lange Reise so brauchten - und dann waren wir unterwegs. Natürlich auch durch die Wüste. Es war nicht lustig mit einer schwangeren Frau unterwegs zu sein, die kurz vor der Geburt steht. Wir hatten keinerlei Unterstützung. Wir zwei waren allein und hatten einen Esel dabei. Dann kamen wir in der Stadt an und niemand wollte uns Unterkunft geben. Ich war schon zu lange fort, mich kannten sie dort nicht mehr. Ich war schon - ich weiß nicht - fünf oder sechs Jahre weg von dem Ort und niemand hatte Erinnerungen. Ja, da standen wir nun. Ich habe dann organisiert und gemacht und getan. Die Menschen waren nicht richtig freundlich, aber Unterdrückte in einer Besatzungsmacht, wie sollen sie freundlich sein? Sie können gar nicht freundlich sein, sie haben ja selber kaum genug und das bisschen, was sie haben, wird ihnen von den Besatzern noch weggenommen.

Es ging allen nicht gut. Also mussten wir uns mit dem zufrieden geben, was dann da war. Wir hatten eine Unterkunft – Gott sei Dank war es in der Gegend ja nicht so kalt wie hier bei euch, es ging so einigermaßen, aber der Wind fegte überall durch. In dieser Situation bekam Maria ihr Kind.

Ja, und dann taten sich die Himmel auf. Sie taten sich tatsächlich auf. Das, was in euren Geschichtsbüchern, in eurer Bibel steht, ist zum Teil richtig wahr. Es gab Stimmen, die überall zu hören waren. Es gab Musik, die überall in der Luft lag. Es gab ein Jubilieren aus den Engelwelten und es strömte hinunter auf die Erde zu dem Ort, an dem wir waren. In dem Moment, wo diese Situation so war, wie ich sie jetzt beschreibe, hat sich vieles von dem, was an Zweifeln in mir war, mit aufgelöst. Als dieses Kind dort war, wusste ich tatsächlich, dass es etwas ganz, ganz Besonderes ist und in ihm ein hohes Wesen auf diese Erde gekommen ist, um etwas Besonderes zu bewirken.

Ich war tief ergriffen von dem, was dann passierte. Ich war tief ergriffen von dem, was Menschen uns dann brachten, wie wir von allen Seiten Unterstützung bekamen. Hirten, Menschen einfachster Herkunft und ohne viel Schulwissen, Ausbildung oder sonst irgendetwas, spürten diese Energien auch und kamen zu uns. Tiere nahmen es wahr und wollten sehen, was hier ist. In euren Büchern wird vieles richtig beschrieben, aber einiges auch vollkommen ausgelassen. Als dann später noch Gelehrte aus den östlichen Ländern kamen, die nach diesem neuen König suchten, war natürlich in meiner alten Heimat ganz schön was los. Die Obrigkeit hatte Angst. Sie bekam immer mehr Angst, weil sich Gerüchte verbreiteten, ein neuer König wäre geboren. Ich fühlte mich ziemlich bedrängt mit meiner kleinen Familie und wir wussten nicht richtig, was wir tun sollten. Ihr könnt euch so eine Situation heute nur in Kriegsgebieten vorstellen, in denen es von allen Seiten her Unsicherheit darüber gibt, was nun passiert.

Es war nicht nur so, dass die Besatzungsmacht Schwierigkeiten machte. Nein. Das eigene Volk, diejenigen, die der Besatzungsmacht unterstanden und das Land in ihrem Namen regierten, machten auch noch Schwierigkeiten. Die hatten nämlich Angst davor, dass ein neuer Besatzerkönig da ist. Da mussten wir uns doch irgendwann auf die Socken machen und wieder fliehen. Wir hatten also am Anfang eine nicht ganz so leichte Situation. Gott sei Dank waren meine Zweifel verschwunden und ich wusste dann immer genau, was zu tun war. Auch Maria hatte ein gutes Gefühl dafür, wann wir wohin gehen mussten, damit wir dieses Kind wieder in Sicherheit bringen konnten. Denn es war jetzt unsere vordringlichste Aufgabe, dass dieses junge Lebewesen, das eine so große Aufgabe auf dieser Erde übernimmt, erst einmal in einer so schwierigen Zeit groß wird.

Wir waren in der ersten Zeit unseres jungen Zusammenlebens ständig auf der Flucht. Bis nach Ägypten und wieder zurück, hin und her, sozusagen wie Nomaden. Wir lebten von der Hand im Mund und von den Spenden, die die Menschen uns gaben, zu denen wir kamen. Dann hatten wir eine gute Zeit, als wir in der Gruppe waren, die ihr heute die Essener nennt. Von dort stammt auch meine Frau und in dieser Gruppe von Menschen wurde uns immer weiter geholfen. Hier war eine so starke Verbundenheit mit den geistigen Gesetzen und Gegebenheiten und den spirituellen Anteilen in ihnen selber, diese Menschen hatten eine Verbundenheit mit der Natur und mit der Göttlichkeit um sie herum, wie es sonst in diesem ganzen Landstrich niemanden gab. Sie hatten ein spirituelles Erbe, das sie über so viele Jahrhunderte hinweg getragen hatten, dass es sich jetzt in der Geburt unseres Sohnes manifestierte. Das war sozusagen eines der vielen Ergebnisse aus dieser spirituellen Entwicklung und Möglichkeit, die über Jahrhunderte in einem so engen Verhältnis zur Göttlichkeit entstanden ist.

Damit hatten sie auch ganz klar ein Gefühl dafür, wie wichtig dieses Kind ist. Es wurde alles in dieser Gemeinschaft getan und wir zogen innerhalb dieser Gemeinschaft von einem Stamm zum anderen - sie hatten sich in Stämme aufgeteilt und lebten in verschiedenen Gebieten, so dass wir immer unterwegs und trotzdem immer in Sicherheit und Geborgenheit waren. Niemand von den anderen Obrigkeiten hat uns in der Zeit gesehen, in der unser Kind langsam groß wurde.

Das ist eine Geschichte, die nicht so oft erzählt wird, auch in euren heiligen Büchern nicht, die aber wichtig ist, weil viele Menschen auch heute Ähnliches erleben und die eigene spirituelle Göttlichkeit in ihnen erwacht. Manche von euch fangen an, helle Flecken zu sehen, Engelwesen zu erkennen, Dinge zu erkennen, die eigentlich in den Zwischenwelten sind. Die Mauern und Grenzen eures dritten Auges sinken, fallen in sich zusammen und ihr nehmt mehr und mehr wahr, das ihr vorher nicht wahrgenommen habt. Ihr seid also heute ähnlich wie damals die Essener. Ihr habt heute ein hohes spirituelles Wissen. Ihr lebt es nur nicht so. Ihr lebt nicht so verbunden mit allem um euch herum. Ihr fühlt euch oft noch sehr getrennt.

Diese Verbundenheit habe ich in diesen Gemeinschaften so stark kennengelernt und so intensiv in mich aufgenommen, dass alles andere dann sehr leicht ging. Bis auf die Tatsache, dass wir an irgendeiner Stelle wussten, dass unser Sohn nicht so alt werden würde, dass er tatsächlich eine Aufgabe hat, die wesentlich größer ist als das, was wir uns als seine Eltern vorgenommen hatten. Und dann geht es in andere Geschichten hinein. Er wurde groß und reiste selbst. Die Geschichten kennt ihr ja alle aus den Büchern, die ihr die Bibel nennt. Da brauche ich jetzt heute nicht viel zu erzählen.

Ich wollte nur erzählen, wie es mir als Vater von diesem Kind ging, wie ich es mit meiner Frau groß gezogen habe, genau wie ihr eure Kinder großzieht oder eure Enkelkinder aufwachsen seht mit allen Ängsten, Befürchtungen, mit allen kleinen Blessuren und allem, was dazu gehört, bis dann irgendwann aus diesem Kind ein Wesen mit einer solchen Kraft wurde, mit einer solchen Stärke, dass es heute noch in die Welt hineinstrahlt, mit einer Liebe, für die er extra hierher gekommen ist und die nicht mit seinem körperlichen Tode endete, sondern die er auch heute noch als geistiges Wesen um die ganze Welt ausstrahlt.

ICH BIN der ICH BIN. ICH BIN St. Germain. 
 

geschrieben von: Kristallfamilie Gerold & Karin Voß | am 19.12.2013